Häufige Fragen zum Thema Vasektomie

Wie hoch sind die Kosten? Welche Verfahren gibt es? Was ist mit Errektionsstörungen nach der OP?

Die Vasektomie ist keine Leistung des GKV Gegenstandskataloges und daher vom Patienten selbst zu tragen. Die Kosten richten sich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), wobei Selbige abhängig sind von der Methode und den entsprechenden Nachsorgen. Auch gibt es deutschlandweit regionale Kostenunterschiede.

Bitte fragen Sie Ihren urologischen Operateur Ihres Vertrauens, gerne wird Ihnen eine detailierte Kosteninformation gegeben. Sie sollten mit Kosten in Höhe von einigen 100 € rechnen.

Im Wesentlichen sind 2 Verfahren etabliert, die klassische Methode und die non-scalpell-vasectomy. In einem OP Aufklärungsgespräch erhalten Sie bzw. der Mann mit Vasektomie-Wunsch ausführliche Informationen.

Postoperative erektile Probleme sind definitiv nicht zu befürchten, da der Eingriff nur am Skrotum (Hodensack- Samenleiter ) stattfindet, die Erektion aber in den Schwellkörpern (Corpora cavernosa) nerval und von der Durchblutungssituation nicht betroffen ist.

Vasektomie – Übernehmen die Kassen die Kosten?

Die gesetzlichen Kassen übernehmen nicht mehr für alle zur Verfügung stehenden ärztlichen Leistungen die Kosten. Manchmal sind aber über das Leistungsangebot der Kasse hinausgehende medizinische Maßnahmen sinnvoll und empfehlenswert.

Deswegen bieten wir Ihnen außerhalb der kassenärztlichen Behandlung eine Reihe von privat abzurechnender Individueller Gesundheitsleistungen an (IGeL). Die Sterilisation ist nach persönlicher Entscheidung und entsprechender Information eine sinvolle Maßnahme, die im Allgemeinen als IGeLeistung durchgeführt wird.

Vasektomie – Kann sie rückgängig gemacht werden?

Trotz sorgsamster Abwägung kommt es in manchen Fällen doch wieder zu einem Kinderwunsch. Ihre Äztin/Ihr Arzt kann dann versuchen, die Stümpfe der Samenleiter in einer mikrochirurgischen Operation wiedr zusammenzunähen und eine Durchgängigkeit zu schaffen. Die Chance, dass damit wieder Zeugungsfähigkeit hergestellt werden kann, besteht bei nur etwa einem Drittel der so operierten Männer.

Vasektomie – Was kommt nach dem Eingriff?

Einige Monate nach der Vasektomie (bis 12 Wochen) kann die Samenflüssigkeit noch befruchtungsfähige Spermien enthalten. Aus diesem Grund sollte man eine zusätzliche Verhütung anwenden. Innerhalb der Betreuung nach der Vasektomie werden Kontrolluntersuchungen durchgeführt, bei denen das Ejakulat nach befruchtungsfähigen Spermien untersucht wird (Spermiogramm).

Erst wenn keine befruchtungsfähigen Spermien mehr nachgewiesen werden können, ist keine zusätzliche Verhütung mehr notwendig und die Operation war erfolgreich. Meist erfolgen 3 solcher Kontrolluntersuchungen nach der Vasektomie in ca. 4-wöchigen Abständen. Die Arbeitsfähigkeit ist nach ca. 2 Tagen wieder hergestellt. Für ca. 2-3 Tage nach der Vasektomie können geringe und ziehende Schmerzen im Hodensack auftreten. In den meisten Fällen treten jedoch keine Beschwerden auf. Bei fachgerechter Durchführung durch den Urologen treten Nachblutungen oder Wundheilungsstörungen nur sehr selten auf. Am Tag der Operation muss sich der Patient körperlich etwas schonen, Sport kann bereits nach ca. 5-7 Tagen problemlos durchgeführt werden.

Vasektomie – Welche Komplikationen und Risiken gibt es?

In seltenen Fällen kann es nach der Vasektomie zu Bluterguss, Schwellung des Hodensacks, Verwachsungen oder Wundinfektion kommen. Hier führen Hochlagerung und Kühlung zu einer deutlichen Minderung. Sehr selten treten Nachblutungen auf. Auch daher ist die Durchführung des Eingriffs von einem erfahrenen Urologen anzuraten. Nach der Vasektomie kann es in ca. 0,4% der Fälle zu einer sogenannten „Wiedervereinigung der Samenleiter“ kommen. Grund dafür kann eine Gewebereaktion sein.

Vasektomie – Welches Ziel wird erreicht?

Bei der Vasektomie wird der natürliche Weg der Spermien blockiert, d.h. der Transportweg der Spermien durchtrennt. Dadurch kann die Eizelle nicht mehr befruchtet werden. Unverändert hingegen bleiben die Erektionsfähigkeit (Penisversteifung), Potenz und Samenerguss, Orgasmusempfinden, das sexuelle Verlangen (Lustempfinden), die Produktion des männlichen Sexualhormons Testosteron. Erhalten bleibt auch die Funktion der Hoden (Hormonproduktion).

Die sich im Hoden bildenden Samenzellen werden automatisch vom Körper wieder abgebaut. Langfristig gesehen wird die Spermienproduktion im Hoden reduziert, so kann es nicht zu einem „Spermienstau“ kommen. Auch der Samenerguss ist nach der Vasektomie nahezu unverändert. Im Ejakulat befinden sich keine Spermien mehr. Die Samenflüssigkeit wird hauptsächlich von der männlichen Vorsteherdrüse (Prostata) gebildet. Die Vasektomie gilt aktuell als die effektivste, sicherste und einfache Methode zur Fertilitätskontrolle beim Mann.

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